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Lecce: Große Krippen und Weihnachtsfiguren-Ausstellung

In der Stadt Lecce auf der Halbinsel Salent in Apulien wird ein besonderes Handwerk seit Generationen ausgeübt: das der Pappfiguren (cartapesta).Jedes Jahr zur Weihnachtszeit dürfen die liebevoll gestalteten Weihnachtsfiguren in die Krippe. Auch auf der Piazza (dem Domplatz) werden sie präsentiert. Dahinter hebt sich die fein ziselierten Fassade der Basilica di Santa Croce ab. „Le anime“, die Seelen findet man in der Adventzeit in den Gassen um das Amphitheater und auf der Piazza San Oronzo. Dabei handelt es sich um Strohgestalten ohne Hände und Füße, manchmal sind sie sogar kopflos. Aufrecht gehalten werden sie von einem dünnen Stab.

Vor Weihnachten produzieren die Cartapesta-Kunsthandwerker aus Lecce solche „Seelen“ in ihren kleinen Werkstätten und dabei schaffen sie oft  täglich bis zu einem Dutzend. Das Material der Wahl sind hier Pappmachébögen. L’arte della cartapesta gehört in Apulien bereits seit Jahrhunderten zum Alltag. Historiker wissen, dass in Venetien schon im 14. Jahrhundert Spiegelrahmen und Zierleisten aus cartapesta gefertigt wurden. Schon bald darauf brachten Auswanderer das Wissen  bis nach Lecce. Es entstanden kleine Pferde und Puppen aus einfachen Materialien: Strohpappe, Lumpen, Tierleim, Kreide, Wasser und Mehl.

Krippe in Apulien

Es dauerte nicht lange bis die katholische Kirche anfing, Heiligenfiguren aus cartapesta herstellen zu lassen. Diese Cartapesta-Figuren kosteten nicht nur weniger, als jene aus anderen Materialien, sie waren auch leichter, was beim Herumtragen bei Prozessionen von Vorteil war. In vielen der Lecceser Kirchen sind die große Heiligenstatuen zu finden. Ihre Oberfläche sieht aus, als wäre sie aus Gips gefertigt, doch sie sind komplett aus Pappmaché.

Nicht zuletzt aufgrund der Nachfrage von Seiten der Kirche entwickelte sich die Cartapesta-Kunst bald vom Straßenhandwerk zum vollwertigen Kunsthandwerk. Die Werkstätten, in denen in Lecce Pappfiguren hergestellt wurden, vermehrten sich schnell. Als die Nachfrage von Seiten der Gotteshäuser zurückging, geriet die Pappmachékunst  vorübergehend in Vergessenheit, denn es wurden nur wenige  Restauratoren gebraucht, die die trotz eines Leimschutzes doch fragilen Statuen restaurierten.

Es dauerte bis Mitte des 20. Jahrhunderts bis die Meister wieder Schüler aufnahmen. Von Generation zu Generation wird das Wissen darüber weitergegeben, wie der Draht zu biegen und das Stroh oder Papier darum zu drapieren ist. So entsteht der Kern der Figuren. Dann werden verschiedene Papierschichten ausgeschnitten und übereinander aufgeklebt. Jeder Handwerker hat einen eigenen Stil, in dem er bzw. sie die Kleidung,  die Hände, Füße und Köpfe aus Ton entstehen lassen. Nur noch wenige Cartapesta-Meister stellen heute noch die Pappmachébögen selbst her. Im Mittelalter verwendeten die alten Meister dafür Pressen und Siebe. Bei der alljährlichen Krippenausstellung in Lecce, kann man Handwerkern dabei zusehen, wie sie mit glühenden Eisen und einem Sortiment von Pinseln eine ganze Palette von Cartapesta-Kunstwerken entstehen lassen.

In den Wochen vor dem 24. Dezember werden bei allen maestri cartapestai hauptsächlich Krippenfiguren bestellt: Hirten und Engel, Ochsen und Esel, Maria und Josef, das Jesuskind und die drei Weisen aus dem Morgenland. In Lecce wechselt man traditionell gerne jedes Jahr oder zumindest jedes zweite die Krippenfiguren oder ergänzt diese zumindest durch weitere musizierende Engel oder „Zampognari“. Das sind im Duett spielende Hirten mit Schalmei und Dudelsack.

In Apulien gibt es drei Zentren mit einer langen Töpfertradition. Neben Lecce sind auch die Meister ihres Handwerks aus Ruffano und Grottaglie bekannt. Es entstehen sowohl kunstvoll gefertigte moderne Gebrauchsobjekte als  auch Krippenfiguren. Letztere weisen einen großen Variantenreichtum auf. Sie werden auf dem Weihnachtsmarkt in Lecce, an den Dezembertagen auch auf dem gewöhnlichen Wochenmarkt und direkt aus den Werkstätten verkauft. Ein typisches Kennzeichen apulischer Krippenfiguren ist der oft zum Himmel gerichtete Blick.

Für alle, diejenigen unter Ihnen, die Italienisch sprechen, lohnt es sich auch, eine Ausgabe der Zeitschrift Lu Puparu zu ergattern.

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